D1 Spielbericht: TSV Haunstetten – HC Erlangen
Haunstetten chancenlos
Tabellenführer Erlangen gibt sich keine Blöße und siegt verdient mit 36:25
(hv). Weit entfernt von einer möglichen Überraschung waren die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten am Samstagabend gegen den Spitzenreiter HC Erlangen: die Nordbayern dominierten das Derby in allen Belangen und nahmen mit 36:25 (18:13) auch in der Höhe verdient beide Zähler mit auf die Heimreise.
Das 1:0 durch Maresa Lochbrunner und das 2:1 durch Antonia Rappel in der Anfangsphase sollten an diesem Tag die einzigen TSV-Führungen sein, danach übernahmen die Gäste schon früh die Spielkontrolle. Angeführt von der überragenden Trainer-Tochter Mia Fuchs kamen sie durch extrem präzise geführte Offensiv-Aktionen stetig in aussichtsreiche Positionen und überzeugten auch hier mit konsequenten Abschlüssen. Der TSV haderte dagegen allzu oft mit seiner Passqualität, spielte der Mitspielerin entweder den Ball auf Kniehöhe zu oder gleich in die Arme des Gegners. Erlangen hatte mit seiner extrem offensiven Abwehr die Haunstetterinnen in arge Schwierigkeiten gebracht und kam so zu etlichen Konterchancen. „Unsere Laufwege waren einfach nicht zielstrebig genug, und wenn uns einmal eine Überzahl-Situation gelungen ist, konnte die nächste Verteidigerin die Sache stoppen,“ beschrieb TSV-Trainer Michael Rothfischer den wohl entscheidenden Nachteil. Erlangen setzte sich kurz vor der Pause vom 13:11 mit vier Treffern in Serie schon richtungsweisend ab und hatte sechs Minuten nach Wiederanpfiff alles unter Kontrolle (23:15). Die erfreulich faire Auseinandersetzung plätscherte im weiteren Verlauf mehr oder weniger dahin und auch Gäste-Trainer Thomas Fuchs nutzte die Gelegenheit seiner zweiten Garde Praxis-Einheiten zu verschaffen. Rothfischer war im Anschluss mit seiner Analyse kurz und prägnant: „Das war eine Lehrstunde für uns, wenigstens kostenlos, und hoffentlich mit nützlichen Hinweisen, wie es gehen könnte.“
Keineswegs leichter dürfte es für den TSV-Express am kommenden Sonntag werden, wenn man beim nächsten Spitzenklub SV Allensbach antreten muss.
TSV: Spindler, Birett (Tor); Gossner (5), Joerss (5/2), Wonnenberg (3), Jatta, Goldbach, Rappel, Lochbrunner (je 2), Groll, Smotzek, Fimpel, Gilg (je 1), Reinelt, Merkle, Knöpfle
Foto: Sport in Augsburg




