Gemeinsam gewinnen, gemeinsam verlieren – und gemeinsam daran wachsen.

Beim Heimspiel konnete unser Jungrudel keine Punkte holen. Nach einer insgesamt durchwachsenen Leistung musste man sich am Ende denkbar knapp geschlagen geben. Die Zuschauer sahen in den ersten zehn Minuten eine ausgeglichene Begegnung. Haunstetten legte jeweils vor, Bergtheim hielt dagegen und blieb stets auf Augenhöhe.

Beide Mannschaften setzten dabei auf unterschiedliche Spielkonzepte: Während Haunstetten vor allem über den Rückraum zum Erfolg kommen wollte, suchte Bergtheim immer wieder die Anspiele an den Kreis. Ab der 18. Minute fand unsere Abwehr schließlich die richtige Antwort auf das Angriffsspiel der Gastgeberinnen. Bis zur Halbzeit gelang Bergtheim kein weiterer Treffer mehr, während Haunstetten noch viermal erfolgreich war.

Beim Stand von 14:10 zur Pause schien das Spiel in die richtige Richtung zu laufen. Die stabile Abwehrarbeit und der Vier-Tore-Vorsprung sorgten für Optimismus. Allerdings zeigte sich bereits in dieser Phase, dass der Ball im Angriff nicht mehr mit der gewohnten Dynamik durch die Reihen lief. Torchancen mussten hart erarbeitet werden.

Nach dem Seitenwechsel gelang es leider nicht, an die starke Schlussphase der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Das Angriffsspiel wurde langsamer, technische Fehler schlichen sich ein, und aus dem mannschaftlichen Zusammenspiel wurden häufiger Einzelaktionen. Dennoch kämpfte das Team und verteidigte die Führung bis fünf Minuten vor dem Ende.

In der entscheidenden Phase fehlte dann jedoch die Stabilität. Der Zugriff in der Abwehr ging verloren, die nötige Geschlossenheit auf dem Feld bröckelte, und Bergtheim nutzte diese Phase aus. Aus einer knappen Führung wurde schließlich eine knappe Niederlage.

Gerade solche Spiele gehören zur Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu. Sie zeigen, dass handballerische Qualität allein nicht immer ausreicht. Wenn es eng wird, sind Vertrauen und Zusammenhalt entscheidend. Das Jungrudel verfügt über großes Potenzial, sollte aber vor allem in schwierigen Momenten als Einheit auftreten.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Spiel lautet daher: Erfolge entstehen im Miteinander – und auch Niederlagen werden gemeinsam verarbeitet. Jetzt heißt es aufstehen, zusammenrücken und gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen. Bereits in Forchheim bietet sich die nächste Gelegenheit, als Mannschaft eine Reaktion zu zeigen und das eigene Können gemeinsam auf die Platte zu bringen.

Es spielten:
Romina Bär (Tor), Annika Braun, Frieda Maria Neumann, Julia Erdt, Alexandra Sponagl, Alisa Knapp, Melissa Fetsch, Fiona Craney, Emma Wirth, Jasmin Xiao Lan Bergmann, Sarah Braun, Riccarda Schmidl

Handball ist Mannschaftssport und weit mehr als Torewerfen. Deshalb verzichten wir künftig auf eine separate Torschützinnenliste. Wer sich dennoch für die Statistik interessiert, findet alle Details in den offiziellen Spielinformationen.

Spielinformation wB TSV Haunstetten – HSV Bergtheim