D1 Spielbericht: SV Allensbach – TSV Haunstetten
Haunstetten bricht ein
TSV-Handballerinnen können in Allensbach eine starke erste Halbzeit nicht verteidigen
(hv). Der Ausflug an den Bodensee brachte für die Drittliga-Handballfrauen des TSV Haunstetten wieder einmal nichts Zählbares ein: Die Rot-Weißen unterlagen beim SV Allensbach trotz starker Vorstellung im ersten Durchgang mit 24:28 (12:9) und verpassten damit einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib.
TSV-Trainerin Patricia Link brachte es sofort auf den Punkt: „Dreißig Minuten verteidigen reicht einfach nicht.“ Gegen die torhungrigen Gäste stand die Defensive bis zur Pause nahezu perfekt und Torhüterin Kiara Spindler war zudem in zahlreichen Situationen ein sicherer Rückhalt. Bis zur 27. Minute führte man sogar mit vier Treffern (11:7) und die Anhänger der „Hühner“ mussten sich nach vielen Fehlwürfen ihrer Lieblinge ernsthafte Sorgen machen. Link appellierte in ihrer Pausenansprache weiterhin „die Konzentration hochzuhalten“, zumal die zweikampfstarken Gastgeber erwartungsgemäß mit noch größerer Vehemenz auftreten werden. Und dies sollte dann auch eintreten: bis zum 17:16 (42. Minute) konnte der TSV mit höchster Mühe die Führung halten. Danach „zerbröselte“ das Haunstetter Abwehr-Kollektiv zusehends. Der SVA roch sofort Lunte und wurde immer dominanter. Keine zehn Minuten später stand es aus Haunstetter Sicht 19:22, und da in dieser Phase auch vorne nicht mehr viel zusammen lief, glitt den Gästen die Auseinandersetzung sichtbar aus der Hand. Ein letztes Aufbäumen zum 23:25 (57.) wurde mit zwei schnellen Gegentreffern unbarmherzig bestraft, und am Ende stand man enttäuscht mit leeren Händen da. „Da muss man nicht um den heißen Brei herumreden,“ fand Link deutliche Worte: „Wir haben in Durchgang zwei mehr als doppelt so viele Gegentreffer kassiert als im ersten und dabei die spielentscheidende Akteure der Allensbacher viel zu oft aus den Augen verloren.“
Nach der Osterpause geht es in eigener Halle gegen Tabellenführer Ketsch, ehe am 18.April der „Showdown“ bei der SG St.Leon stattfindet.
TSV: Spindler, Albrecht (Tor); Irmler (8), Joerss (6/1), Fischer, Merkle, Hänsel, Driske (je 2), Knöpfle, Lochbrunner (je 1), Smotzek, Wonnenberg



