Männer – Bayernliga 2018 / 2019

TSV Haunstetten Handball Männer 1

H.v.l.: Svenja Smotzek (Physio), Anselm Walker; Sebastian Smotzek, Markus Schaudt, Max Schnitzlein, Florian Zimmerly, Hannes Wiesner, Daniel Link, Michael
Rothfischer (Trainer).
V.v.l.: Florian Gaedt, Niclas Buck, Moritz Müller, Nico Feistle, Daniel Fischer, Alexander Rothfischer, Nikolas Singer, Max Manz, Joseph Kienle.
Es fehlen: Raphael Jankrift, Stefan Ebert (Co-Trainer).

 

Name Nummer Position Jahrgang
Buck, Niclas 24 RL 1999
Feistle, Nico 16 TW 2000
Fischer, Daniel 12 TW 1987
Gaedt, Florian 28 KM 1998
Jankrift, Raphael 14 RM, RL 1999
Kienle, Joseph 9
Link, Daniel 23 LA 1987
Manz, Max 2 RM 1998
Müller, Moritz 7 RL, RR 1996
Rothfischer, Alexander 1 TW 1993
Schaudt, Markus 6 LA 1987
Schnitzlein, Max 10 RM 1990
Singer, Nikolas 18 KM, RR 1998
Smotzek, Sebastian 11 RA 1989
Walker, Anselm 22
Wiesner, Johannes 42 KM 1987
Zimmerly, Florian 4 RR 1986
Rothfischer, Michael A Trainer 1986
Ebert, Stefan B Co-Trainer

 

Tabelle          Spielplan         Trainingszeiten

#gemeinsamstark

Tabellenplatz 4 am Ende der Saison, zweitbester Angriff der Liga… Haunstettens Bayerlinga-Saison 17/18 durfte am Ende durchaus als Leistungssprung innerhalb der andauernden Ligazugehörigkeit gesehen werden. Dementsprechend zufrieden zeigten sich nicht nur Trainer und Spieler, sondern auch Haunstettens erfolgsverwöhntes Umfeld.

Doch gemäß dem Motto: „Alles hat ein Ende…“ mussten auch Haunstettens Männer am Ende der letzten Saison mehrere langjährige Mitspieler, Weggefährten und Freunde verabschieden; Dominik Albrecht und Daniel Link haben beschlossen künftig sportlich kürzer treten zu wollen, um privaten Verpflichtungen mehr Zeit einräumen zu können. „Ich möchte mich noch einmal im Namen der gesamten Mannschaft bei beiden für ihr Engagement über all die Jahre bedanken. Beide gehörten nun schon einige Zeit zum festen Stamm der Mannschaft und haben mit ihrer Leistung dazu beigetragen, dass wir uns über die Jahre hinweg kontinuierlich verbessern konnten. Ich wünsche ihnen, dass sie den gleichen Erfolg bei ihren neuen Aufgaben auf und abseits des Spielfelds haben und freue mich darauf die beiden ab und an als Trainingsgäste begrüßen zu dürfen“, richtete Kapitän Daniel Fischer seinen Dank an Johnny und Dani.

Als wäre der Abgang zweier Konstanten im Haunstetter Kader nicht schon genug, muss das Team darüber hinaus künftig auch noch auf Max und Alex Horner verzichten. Zusammen haben die Brüder beschlossen sich der TuS Fürstenfeldbruck anzuschließen, um ihr immenses Leistungsniveau eine Liga höher zu testen. „Der Abgang der beiden macht uns alle beim TSVH nach so langer Zeit natürlich sehr traurig. Dennoch ist ihr Wunsch absolut nachvollziehbar. Beide gehörten über die letzten Jahre zu den Top 10-Spielern der Bayernliga und haben in ihrem Alter einfach den Drang ihr Können nochmal mindestens eine Liga höher unter Beweis zu stellen. Ich bin überzeugt davon, dass sie auch in FFB einschlagen werden. Bei uns reißt ihr Wechsel sportlich, wie auch menschlich natürlich eine riesengroße Lücke auf. Spieler von solch einem Format kannst du nicht mal eben eins-zu-eins ersetzen. Das zu behaupten würde auch den Leistungen beider nicht gerecht werden. Doch wir werden unser Bestes geben, um den Verlust nicht in Form einzelner Spieler, sondern mit mannschaftlicher Geschlossenheit aufzufangen“, so Trainer Rothfischer und spricht damit das Stichwort für die kommende Saison an; Mannschaftliche Geschlossenheit war sicherlich auch in den letzten Jahren schon immer ein Erfolgsfaktor des TSVH. Im Gegensatz zu einigen Ligakonkurrenten wird in Haunstetten Handball als Hobby mit Freunden auf Leistungsniveau und nicht als zusätzliche Einnahmequelle betrieben.

Die Freundschaften innerhalb der Mannschaft gehen dabei weit über das Handballfeld hinaus. Genau dieser Zusammenhalt wird durch den Verlust der oben erwähnten Leistungsträger nun umso mehr auf die Probe gestellt. Es gilt sich auf altbekannte und – bewährte Tugenden wie Zusammenhalt, Kampfgeist, Siegeswille zu konzentrieren. „Wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken und bereit sein alles für den Nebenmann zu geben“, fordert Abwehrchef Wiesner im Vorfeld der Saison.

Dazu gehört natürlich auch die schnelle und reibungslose Integration der Neuzugänge. Bei Lego Zimmerly sollte das nicht allzu schwerfallen. Der „Jungbrunnen“ ist eine Haunstetter Institution und eines der Gesichter der Bayernligahistorie. Nach zwei Jahren Pause vom aktiven Spielbetrieb in Bayerns höchster Spielklasse ist Haunstettens Trainerteam sehr froh, den routinierten Linkshänder von einem Comeback überzeugt zu haben. „Seine Klasse und seine Erfahrung sind gerade für die jungen Spielern als Stütze enorm wichtig. Er wird uns helfen, das
Ziel Klassenerhalt zu erreichen“, freut sich Trainer Rothfischer.

Ebenfalls nicht komplett neu sind Florian Gaedt und Niklas Buck. Beide stammen aus der Haunstetter Jugend und kommen nach einjähriger Zugehörigkeit beim TSV Niederraunau respektive VfL Günzburg zu ihrem Heimatverein zurück. Gaedt folgte letzte Saison dem Ruf des ehemaligen TSV-Coaches Udo Mesch nach Krumbach. Beim Bayernligaabsteiger avancierte er schnell zum Leistungsträger und half mit, Raunau nach schwachem Saisonstart doch wieder erfolgreich in der Landesliga Süd zu etablieren. Buck hingegen wollte sich den Traum der A-Jugend-Bundesliga in Günzburg erfüllen und wechselte daher in die äußert erfolgreiche Jugendschmiede des Bayernliga-Konkurrenten.Nach einer für ihn bitteren Saison geprägt von Verletzungen ist der 19-jährige wieder zurück und möchte nun auch bei den Aktiven angreifen.

Glück hatten die Augsburger bei Neuzugang Nummer vier. Anselm Walker vom SC Vöhringen verstärkt Haunstettens Kader. Der 20-jährige Student war schon in der vergangenen Saison mehrfach in Haunstetten beim Training zu Gast und zeigte dort sein Potential. Umso glücklicher ist man, den talentierten Allrounder nun vollständig für sich gewonnen zu haben: „Ich bin hier von der ersten Minute an sehr freundlich empfangen worden. Durch mein Studium verbringe ich natürlich viel Zeit in Augsburg und da war es für mich nur logisch auch hier Handballspielen
zu wollen. Ich möchte hier so schnell wie möglich Fuß fassen und meinen Teil dazu beitragen ein möglichst erfolgreiches Saisonergebnis zu erlangen,“ so Anselm vor Saisonstart.

Zum erweiterten Kader gehören Josef Kienle und Nico Feistle. Beide kommen aus der Haunstetter Jugend und trainierten bereits letzte Saison sowohl bei der zweiten als auch bei der ersten Mannschaft mit und durften gegen Ende der Saison erstmals Bayernligaluft schnuppern. „Josi und Nico sind ganz junge Nachwuchsspieler mit enormen Potential. Sie haben letzte Saison ordentlich mittrainiert und sehr gute Ansätze gezeigt. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen. Dennoch wollen wir sie sehr behutsam aufbauen und Stück für Stück an die Mannschaft
heranführen, so dass sie von ihren Mitspielern lernen“, so Michael Rothfischer zu seinen Plänen.

Was kann man von Haunstettens „neuformierter“ Truppe also erwarten und wie muss man die Gegner einschätzen, mit denen man es zu tun bekommt? Co-Trainer Ebert gibt eine Einschätzung: „Das Leistungsniveau unserer Mannschaft ist nach wie vor groß, wenn uns speziell mit den Horner-Brüdern auch Leistungsträger verlassen haben, denen viele Gegner eine gesonderte Beachtung geschenkt haben. Das bedeutet für den ein oder anderen Spieler, der bisher in deren Schatten stand, natürlich die Chance sich zu zeigen und weiterzuentwickeln, aber auch die Pflicht Verantwortung für sich und die Mannschaft zu übernehmen. In meinen Augen haben wir dafür aber eine sehr gute Kaderzusammensetzung. Mit Spielern wie Daniel Fischer, Markus Schaudt und Hannes Wiesner haben wir einige Spieler in unseren Reihen, die seit vielen Jahren in der Ersten auf diesem Niveau spielen und die nötigen Führungsqualitäten mitbringen. Auf der anderen Seite haben wir enorm viele junge Talente wie Moritz Müller, Raffael Jankrift und Nicolas Singer, die über ein enormes Potential verfügen und den nächsten Schritt machen müssen. Nichtsdestotrotz setzen wir uns angesichts der Neuformierung und der Gegner in der Liga aber selbst kein tabellarisches Saisonziel.

Alles was für uns zählt ist der Klassenerhalt und die fortwährende Weiterentwicklung der Mannschaft. Andere Mannschaften wie 3.-Liga-Absteiger Bad Neustadt oder auch Waldbüttelbrunn haben wieder viel investiert, um möglichst ganz oben zu stehen. Auch Friedberg hat seinen Kader noch einmal verstärkt. Günzburgs junge Mannschaft muss man da oben ebenfalls auf der Rechnung haben. Diese vier sind sicherlich die Favoriten auf den Meistertitel. Dahinter wird sich vermutlich wieder ein breitgefächertes Mittelfeld um Mannschaften wie Bayreuth, die HT München, Landshut und viele mehr bilden, in dem jeder Punktverlust einen massiven Rutsch nach unten in der Tabelle bedeuten kann. Alles in allem glaube ich, dass es, ähnlich wie in den letzten Jahren, wieder sehr eng zugehen wird in Bayerns Eliteliga. Im Mittelfeld kann jeder jeden schlagen und auch die Favoriten werden von Zeit zu Zeit Federn lassen. Für uns ist es wichtig, jedes Spiel mit höchster Konzentration und dem nötigen Siegeswillen anzugehen, denn wir wollen möglichst schnell genug Abstand zu den abstiegsbedrohten Rängen gewinnen.“ Schon jetzt brennt die Mannschaft auf den ersten Spieltag in der neuen Saison 18/19 und freut sich gemeinsam mit der Unterstützung ihrer Anhänger auf eine weitere Spielzeit in Bayerns Handball-Oberhaus.

 

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