Männer – Bayernliga 2017 / 2018

Männer 1 - TSV Haunstetten Handball

H.v.L.: Florian Elsinger, Markus Schaudt, Max Schnitzlein, Simon Hütten, Stefan Ebert (Trainer)

M.v.L.: Max Horner, Max Manz, Johannes Wiesner, Moritz Müller, Dominik Albrecht

V.v.L.: Fabian Link, Daniel Fischer, Alexander Rothfischer, Nicolas Singer

Es fehlen: Alexander Horner, Stefan Tischinger, Daniel Link, Sebastian Smotzek, Michael Rothfischer (Trainer)

Name Nummer Position Jahrgang
Fischer, Daniel 12 TW 1987
Hütten, Simon 5 LA 1998
Horner, Alexander 77 RM, RL, LA 1993
Horner, Max 9 RA, RR 1998
Albrecht Dominik 27 RA 1990
Link, Daniel 21 LA 1987
Link, Eibo 33 RR, RL 1989
Manz, Max 2 RM 1998
Müller, Moritz 7 RL, RR 1996
Singer, Nicolas 4 KM, RR 1998
Rothfischer, Alexander 1 TW 1993
Schaudt, Markus 6 LA 1987
Schnitzlein, Max 10 RM 1990
Smotzek, Sebastian 11 RA 1989
Tischinger, Stefan 23 RL, RR 1993
Wiesner, Johannes 42 KM 1987

 

 

Weitermachen, wo man aufgehört hat

Gerade einmal 4 Monate ist es her, dass Haunstettens Männer die punktetechnisch erfolgreichste Runde seit der Zugehörigkeit zu Bayerns höchster Spielklasse beendeten. Mit 32 Punkten schloss man die Saison auf einem respektablen 5. Tabellenplatz ab. Vor allem die Rückrunde brachte den ein oder anderen Anhänger der Rot-Weißen sichtlich ins Schwärmen. 9 Siege und 2 Unentschieden und somit satte 20 Punkte holten die Truppe um Kapitän Fischer seit Beginn des Jahres 2017. Lediglich dem Drittplatzierten DJK Waldbüttelbrunn und dem unangefochtenen Meister aus Erlangen, den man in eigener Halle am Rande einer Niederlage hatte, musste man sich letztlich geschlagen geben. Blickt man jedoch auf die letzte Saison zurück, reicht es leider nicht aus, lediglich die Rückrunde zu erwähnen. Denn so grandios wie die Männer des TSV seit Anbeginn 2017 agierten, so fahrig und mitunter gruselig gestaltete sich die Hinrunde. Gerade im Duell mit direkten Konkurrenten fehlte der Mannschaft mitunter der Tick Cleverness, den man in dieser Liga benötigt, um enge Spiele für sich zu entscheiden. So bleibt am Ende der Saison zwar ein ordentlicher 5. Tabellenplatz und eine Rückrunde, auf die man durchaus stolz sein darf, aber eben auch ein kleiner Wermutstropfen, weil man nicht umhin kommt sich einzugestehen, dass mehr drin gewesen wäre, hätte man in der Vorrunde nur einigermaßen auf demselben Niveau agiert.

So oder so kann und muss die abgelaufene Saison Hoffnung und Warnung zugleich für die anstehende Runde sein, wie Co-Trainer Ebert richtig erkennt: „Wir haben vergangene Saison gesehen wie schnell es gehen kann. Zwischen Tal der Tränen und ‚himmelhochjauchzend’ liegen in dieser Spielklasse zumeist nur ein paar Prozente. Das macht die Liga zum einen wahnsinnig attraktiv, aber auf der anderen Seite eben auch sehr gefährlich für Mannschaften wie uns, die sich traditionell im Mittelfeld beheimatet fühlen.“ Auch hier reicht ein Blick auf die Statistiken der letzten Jahre, um zu verstehen, was Ebert meint: Haunstetten trennten am Ende der Saison lediglich vier Punkte auf den 2. Tabellenplatz, allerdings auch nur derer neun auf Platz 9.
Ein Ende dieser Situation ist wiederum nicht in Sicht, im Gegenteil: Der Meister HC Erlangen II, der die letztjährige Saison nach Belieben dominierte, ist in die 3. Liga aufgestiegen, während die abgeschlagenen Schlusslichter HC Sulzbach und TSV Niederraunau den Gang in die Landesliga antreten mussten. Da alle bayerischen Mannschaften in den 3. Ligen dem Abstieg entgangen sind, gesellen sich in der kommenden Saison „lediglich“ drei Aufsteiger aus den Landesligen hinzu. Neben den beiden Erstplatzierten TSV Ismaning (LL Süd) und TSV Rothenburg (LL Nord) setzte sich der TSV Ottobeuren in der Relegation gegen die TG Heidingsfeld durch und nimmt somit den letzten freien Platz im Starterfeld der Liga ein. Bayernliga-erprobten Lesern fällt an dieser Stelle sofort auf, dass es sich bei keinem der drei Aufsteiger um Unbekannte handelt, sondern vielmehr um Mannschaften, die bis vor kurzem durchaus erfolgreich in Bayerns Oberhaus vertreten waren und die sich vermutlich ohne größere Anpassungsschwierigkeiten dem Niveau der Liga angleichen können.

Das alleine sollte für den TSV Grund genug sein, weder die Alteingesessenen noch die Aufsteiger auch nur eine Sekunde zu unterschätzen. Hinzu kommt, wie eben erwähnt, die Vakanz an der Spitze, die Erlangen hinterlässt. Hier wird es besonders spannend, welche Mannschaften sich schnell etablieren können und welche dies bis zum Ende der Saison durchhalten können, wie Coach Rothfischer meint: „Ich bin sehr gespannt auf das Titelrennen dieses Jahr, denn im Prinzip fehlt zu Saisonbeginn so ein wenig der eindeutige Favorit. Mannschaften wie Waldbüttelbrunn, Friedberg aber auch Bayreuth gehörten in den vergangenen Jahren zwar immer mit zum Favoritenkreis, haben sich dann aber im Laufe der Saison schlichtweg zu viele Aussetzer erlaubt und/oder sind an einer übermächtigen Mannschaft gescheitert. Dieses Jahr sehe ich eben dieses ‚Überteam’ nicht, weshalb ich glaube, dass der Kampf um die Meisterschaft spannender als je zuvor werden wird. Meiner Meinung nach gibt es eine Vielzahl von Mannschaften, die bis zum Ende dort oben mitspielen können und am Ende werden es Nuancen sein, die darüber entscheiden, wer die Nase vorne haben wird“, so Haunstettens Trainer, der bei dieser Gelegenheit auch sofort die Ziele der Seinen absteckt: „Wir gehören sicher nicht zum engsten Favoritenkreis, aber durch unsere Rückrunde vergangene Saison haben wir schon für ein Ausrufezeichen gesorgt, das bis in diese Saison hinein wirkt. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Teams ganz oben mithalten können und genau das muss das Ziel sein“, gibt sich der Coach gewohnt aggressiv. Zwar verzichtet man beim TSV seit Jahren auf das Nennen eines bestimmten Tabellenplatzes als Saisonziel, aber dennoch ist klar, dass man durchaus mindestens wieder dahin will, wo man die letzte Saison beendet hat.

Aus kadertechnischer Sicht ist dieses Ziel auch absolut vertretbar, denn im Prinzip kann Rothfischer auf das zurückgreifen, was er letztes Jahr schon zur Verfügung hatte. Haunstetten hat bis dato erfreulicherweise keine Abgänge verzeichnen müssen. Selbst Routinier Schaudt, der nach der vergangenen Saison verkündet hatte kürzer treten zu wollen, erklärte sich bereit, das Team zu unterstützen. Zum Kern hinzu kommen einige talentierte Jugendspieler, die bereits letzte Saison während der Trainingseinheiten und in ersten Pflichtspieleinsätzen Bayernligaluft schnuppern konnten und künftig noch stärker mit eingebunden werden sollen. Darüber hinaus verstärkt Dominik Albrecht nach einem Jahr Auszeit in der Reserve wieder die rechte Außenbahn.

Grund genug also für Mannschaft und Anhänger optimistisch und mit Vorfreude in die Saison zu starten, muss man sich doch vor keinem Gegner verstecken. Immerhin gibt es für die Mannschaft diese Jahr noch einen Rekord zu brechen. Haunstetten kann das Jahr 2017 nach einer grandiosen Rückrunde noch veredeln in dem man saisonübergreifend den Punkterekord für ein Kalenderjahr einstellt. Dazu ist allerdings ein erfolgreicher Start in die Saison von Nöten. Dieser wird sicherlich alles andere als einfach. Nach dem Gastspiel am 1.Spieltag beim Aufsteiger in Ottobeuren kommt es schon am 2. Spieltag zum Schlagerspiel gegen die Nachbarn aus Friedberg. Es verspricht also wieder spannend zu werden.

Trainer und Mannschaft freuen sich auf die Saison und die lautstarke Unterstützung aus den eigenen Reihen!

 

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