Männer – Bayernliga 2016 / 2017

TSV Haunstetten Herren 2016-2017 - 1

H.v.L.: Max Horner, Max Manz, Sebastian Smotzek, Max Neuhaus, Moritz Müller

M.v.L.: Martin Zahner (Co-Trainer) , Eibo Link, Markus Schaudt, Alexander Kurtenbach, Florian Gaedt, Johannes Wiesner, Stefan Tischinger, Michael Rothfischer (Trainer)

V.v.L.: Max Schnitzlein, Jan Spreman, Alexander Rothfischer, Daniel Fischer, Alexander Horner, Daniel Link

Es fehlt: Florian Elsinger

Name Nummer Position Jahrgang
Elsinger, Florian 21 KM 1993
Fischer, DanielFischer, Daniel 12 TW 1987
Gaedt, FlorianGaedt, Florian 5 KM 1998
Horner, AlexanderHorner, Alexander 77 RM, RL, LA 1993
Horner, MaxHorner, Max 9 RA, RR 1998
Kurtenbach, AlexanderKurtenbach, Alexander 22 RL, RR 1994
Link, DanielLink, Daniel 21 LA 1987
Link, EiboLink, Eibo 33 RR, RL 1989
Manz, MaxManz, Max 2 RM 1998
Müller, MoritzMüller, Moritz 7 RL, RR 1996
Neuhaus, MaxNeuhaus, Max 37 RL, RM 1999
Rothfischer, AlexanderRothfischer, Michael 1 TW 1993
Schaudt, MarkusSchaudt, Markus 6 LA 1987
Schnitzlein, MaxSchnitzlein, Max 10 RM 1990
Smotzek, SebastianSmotzek, Sebastian 11 RA 1989
Spremann, JanSpremann, Jan 15 KM 1994
Tischinger, StefanTischinger, Stefan 23 RL, RR 1993
Wiesner, JohannesWiesner, Johannes 42 KM 1987

 

Tabelle          Spielplan         Trainingszeiten

Im Interview

Zahner Rothfischer

 

Handball, mit dem sich unsere Fans identifizieren können“

 

Vor dem Auftakt der Saison 16/17 traf unsere Redaktion das Trainergespann Rothfischer/Zahner. Dabei sprachen die beiden über ihre Vorfreude auf die kommende Spielzeit, aber auch ihre Ziele und Erwartungen an die Mannschaft.

Red.: Michi (Anm.d.Red.: Trainer Michael Rothfischer), lass uns zunächst noch einmal kurz auf vergangenes Jahr eingehen. Wie fällt dein Fazit zur letzten Saison aus? Was war positiv und was gilt es zu verbessern?

Michi: Ich schaue eher mit gemischten Gefühlen zurück auf die vergangene Saison, da sie doch geprägt war von einigen Höhen und Tiefen. Zum einen fallen mir da natürlich die schweren Verletzungen ein, deren Auswirkungen teilweise sogar noch in der kommenden Saison spürbar sein werden. Darüber hinaus gab es auch das ein oder andere Spiel, in dem es uns aus verschiedenen Gründen nicht gelungen ist eine Leistung abrufen zu können, die der Liga und den Gegnern gerecht wurde.

Dennoch gab es definitiv auch einige Höhepunkte, wie zum Beispiel das Heimspiel gegen Coburg oder das Derby in Friedberg, die gezeigt haben, dass wir zu Recht in dieser Liga spielen.

Red.: Der erste Neuzugang zur neuen Saison nimmt auf der Bank Platz. Martin Zahner, selbst langjähriger Leistungsträger in Haunstettens Bayernligamannschaft, übernimmt zukünftig die Rolle des Co-Trainers. Martin, erst einmal herzlich willkommen zurück bei der 1. Mannschaft. Wie kannst du das Team zukünftig unterstützen und wo siehst du selbst deine Hauptaufgaben?

Martin: Erstmal ein herzliches Servus! Meine primäre Aufgabe wird es sein den Trainer neben dem Platz zu entlasten. Aber auch während dem Spiel sind vier Augen sicher besser als zwei. Dementsprechend will ich dem Michi auch hier mit meiner Erfahrung bestmöglich zur Seite stehen. Sollte er einmal verhindert sein – was, so wie ich ihn kenne, aufgrund seiner Liebe zu diesem Sport nie vorkommen wird – übernehme ich natürlich auch gerne mal die eine oder andere Trainingseinheit. Zusätzlich fungiere ich vor allem am Anfang auch ein wenig als Bindeglied zwischen Alt und Jung. Als ehemaliger Mitspieler der „älteren“ Spieler und ehemaliger Trainer der A-Jugend kenne ich beide Seiten recht gut und will daher mit dafür sorgen, dass sich aus den zwei Blöcken im Team eine Mannschaft bildet, die den gemeinsamen Erfolg über Einzelerfolge stellt. Sowohl die Fußball- als auch Handballnationalmannschaft haben vorgemacht zu welch großartigen Erfolgen dieser Zusammenhalt am Ende führen kann.

Außerdem denke ich, dass ich den Jungs mit meiner Art auch in Sachen Einstellung und mentaler Spielvorbereitung noch etwas beibringen kann. (lacht) Besonders in engen Spielen haben wir in den vergangenen Jahren immer mal wieder den Kopf verloren. Ich will den Jungs dabei helfen in entscheidenden Situationen cool und locker zu bleiben.

Red.: Auch das Team hat sich wieder ein Stück weit verändert. Arrivierte Leistungsträger der vergangenen Jahre haben sich in die 2. Mannschaft zurückgezogen und den Weg frei gemacht für einige vielversprechende Spieler aus der eigenen Jugend. Wie seht ihr das Teamgefüge? Was bedeutet der Umbruch für die Mannschaft?

Martin: Ich freue mich natürlich, dass etliche Spieler aus der A-Jugend den Sprung in die Kader der 1. & 2. Mannschaft geschafft haben. Dennoch merkt man am Anfang noch deutlich, dass es für viele eine ganz neue Herausforderung darstellt. Gerade in Sachen Härte und Geschwindigkeit müssen sich die Jungen erst einmal an das Niveau im aktiven Bereich gewöhnen und sich dort beweisen. Aber man hat schon während der Vorbereitung gesehen wie sie Woche für Woche Fortschritte machen und ich freue mich, ihnen bei ihrem Entwicklungsprozess eine Stütze sein zu können.

Die aktuelle Personalsituation der Mannschaft ist in meinen Augen eine tolle Ausgangsbasis für die kommenden Jahre. Wir haben Spieler wie Kapitän Fischer oder Linksaußen Schaudt, die mit Ende Zwanzig zwar nicht mehr zu den Jungen gehören, dennoch aber noch einige Jahre auf diesem Niveau spielen können. Dann folgt ein Block mit Spielern Anfang Zwanzig rund um Alex Horner, die nun ebenfalls schon länger dabei sind und daher, trotz ihres noch jungen Alters, über ausreichend Qualität und Erfahrung verfügen. Neu dazu kommen nun die Spieler aus unserem unglaublich talentierten Jahrgang 98/99 rund um unsere zwei DHB-Spieler Max Neuhaus und Max Horner. Sicherlich müssen diese Jungs noch viel lernen, aber ich denke, dass sie der Mannschaft auf Anhieb helfen können, die angestrebten Ziele zu erreichen.

Besonders freut es mich, dass wir auch in der kommenden Saison eine Mannschaft stellen, die diesen Sport aus Leidenschaft betreibt und ohne jegliche finanzielle Vergütung auskommt. So haben wir in Haunstetten schon immer gearbeitet und es ist toll, dass wir diesen Weg auch nach so vielen Jahren der Ligazugehörigkeit immer noch auf diese Weise gehen.

Michi: Ich kann mich dem Martin nur anschließen. Ich möchte zuerst einmal den Jungs für all ihren Einsatz danken. Wir haben zwar wieder den einen oder anderen Leistungsträger verloren, allerdings sehe ich dies als ganz normalen Schritt in Haunstetten. Wir leben schon immer davon, dass wir unsere Jugend nach und nach in den Aktivenbereich einbinden. Dass wir das Jahr für Jahr erfolgreich gestalten können macht uns stolz und darüber hinaus auch stark, denn die Spieler fühlen sich mit dem Verein, den Fans und auch der Region verbunden.

Eine wichtige Aufgabe in der kommenden Saison wird, wie von Martin schon erwähnt, die Einbindung der neuen Spieler in die Mannschaft sein. Dieser Prozess wird sicherlich auch noch nach der Vorbereitung nicht gänzlich abgeschlossen sein, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Die Spieler kennen sich schon viele Jahre und auch privat stehen viele ja oft in Kontakt.

Red.: Kommen wir zum Ausblick auf die Liga: Speziell die Mannschaften im oberen Drittel der Bayernliga haben sich wieder namhaft verstärken können. Martin, was erwartest du von der kommenden Saison? Wer sind deine Favoriten auf den Titel und wer wird um den Abstieg spielen?

Martin: Da ich die letzte Saison aufgrund meiner Trainertätigkeit leider nur zum Teil verfolgen konnte, fällt es mir schwer zum jetzigen Zeitpunkt eine Prognose abzugeben. Wir selbst wissen momentan ja auch noch nicht wo wir mit unserem neugestalteten Team stehen. Auffällig in den letzten Jahren war jedoch immer das extrem umkämpfte Mittelfeld. Umso wichtiger wird es sein, dass wir uns im Bereich mentale Stärke weiterentwickeln und die Spannung über die gesamte Saison hochhalten. Titelfavoriten sind für mich die üblichen Verdächtigen wie Waldbüttelbrunn, Friedberg und Erlangen. Aber auch der Haspo Bayreuth traue ich einiges zu. Wer absteigt ist mir letzten Endes egal, solange wir es nicht sind.

Red.: Zu guter Letzt: Michi, was sind deine Ziele in der kommenden Saison?

Michi: Ich werde mich davor hüten einen Tabellenplatz als Saisonziel zu nennen. Selbstverständlich würde ich mich über eine bessere Platzierung als letztes Jahr sehr freuen. Der Umbruch, den wir gerade vollziehen, ist aber schon ein enormer Schritt. Daher werden wir den einen oder anderen Rückschlag sicherlich verkraften müssen.

Mein oberstes Ziel für die kommende Saison ist es einen Handball zu spielen, mit dem sich die Zuschauer identifizieren können. Einsatz und Wille müssen immer sichtbar vorhanden sein. Wenn dann auch noch unsere spielerische Klasse dazu kommt, bin ich mir sicher, dass wir nicht nur mit allen Gegnern mithalten können, sondern auch für die eine oder andere Überraschung sorgen werden.

Haunstetten steht nun seit Jahren nicht nur im Damen- sondern auch im Männerbereich für Spitzenhandball in Augsburg. Unser langfristiges Ziel muss es daher natürlich sein durch diesen Umbruch einen soliden Grundstock für die kommenden Jahre zu schaffen und gleichzeitig das Team Jahr für Jahr wieder ein bisschen näher an die Spitze der Liga zu führen.

Red.: Vielen Dank euch beiden für diese interessanten Einschätzungen!! Wir wünschen euch und eurem Team eine schöne und vor allem erfolgreiche Saison.