Haunstetten geht wieder leer aus

Heimniederlage gegen Kappelwindeck verschärft Abstiegskampf

(hv). Der Rückrundenauftakt verlief für die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten ganz und gar nicht ach Wunsch: in eigener Halle mussten sich die Rot-Weißen wie schon im Hinspiel der SG Kappelwindeck/Steinbach geschlagen geben und stecken nach dem 24:32 (10:16) somit weiter mitten im Abstiegsstrudel.

Dabei verlief die Auseinandersetzung mit dem „Alten Bekannten“ bis Mitte des ersten Durchgangs vor 200 Besuchern durchaus vielversprechend (5:6) und Haunstetten zeigte neben einer stabilen Defensive auch viele Kombinationen, die Hoffnung machten. Nach einigen leichtfertig vergebenen Einwurfmöglichkeiten zeigte sich jedoch hier schon der erste Knackpunkt: die weitaus routinierteren Gäste stellten mit einfachen Gegentreffern schnell auf 6:10  und hatten fünf Minuten vor der Pause beim 7:15 schon den vorentscheidenden Abstand. TSV-Trainer Udo Mesch musste mit Sarah Irmler und Marie Prokop (beide mit Knieproblemen) auf zwei wichtige Stützen verzichten, und probierte es in Folge mit einer 4:2-Abwehrformation und kurzer Deckung gegen die Kappelwindecker Rückraumasse Kolasinac und Klingler. Die Maßnahme fruchtete nur leidlich, auch weil sich die Gäste nie aus der Ruhe bringen ließen, und entweder mit extrem langen Angriffen oder unerzwungenen Ballverlusten der Gastgeber die Differenz immer in sicheren Gewässern hielten. Udo Mesch zeigte sich nach dem Schlusspfiff verständlicherweise erst einmal enttäuscht, fand dann aber auch klare Worte über die aktuellen Möglichkeiten: „Da brauchen wir nicht über den heißen Brei herumreden. Wir sind derzeit im Vergleich zu den meisten Teams nur bedingt konkurrenzfähig und werden jetzt den Kampf um den Klassenerhalt noch intensiver annehmen müssen.“

TSV: Spindler, Albrecht (Tor): Merkle (6), Joerss (6/4), Smotzek, Dieterich, Fischer (je 3), Driske (2), Lochbrunner (1), Knöpfle, Wonnenberg, Massinger