Haunstetten dreht das Spiel

Starke zweite Hälfte beschert Heimsieg gegen Schutterwald

(hv). Das Abstiegs-Duell in der 3. Liga Süd der Frauen zwischen dem TSV Haunstetten und dem TuS Schutterwald riss das Publikum in der Albert-Loderer-Halle wieder einmal von den Sitzen: Die Rot-Weißen drehten nach schwacher erster Hälfte im zweiten Durchgang mit einem unglaublichen Kampfgeist eine verloren geglaubte Auseinandersetzung und sicherten sich mit 30:26 (13:18) zwei überlebenswichtige Zähler.

„Keinen Pfifferling“ hätten wohl die allermeisten der 250 Anwesenden nach den ersten dreißig Minuten auf die Einheimischen gesetzt, die durchgängig den spielfreudigen Gästen hinterherliefen. Allen voran Nadja Kaufmann mit neun ihrer insgesamt zwölf Treffern stellte den TSV vor scheinbar unlösbare Probleme, zumal sie als Dreh- und Angelpunkt zusätzlich ihre Mistreiterinnen immer wieder geschickt bedienen konnte. Dies wurmte vor allen Dingen Haunstettens Trainerin Patricia Link in ihrer Pausen-Analyse: „Es war alles klar abgesprochen und wir wussten auch um ihre Stärken. Ich weiß nicht, wo wir da waren, auch vom Kopf her.“ Ein Lichtblick deutete sich im Spiel der Gastgeber bereits vor dem Seitenwechsel an, als Anne Hänsel mit zwei Rückraum-Krachern ihre Farben noch etwas im Spiel hielt. Der dritte sofort nach Wiederanpfiff sollte dann schon die Wende in der Auseinandersetzung einläuten, und Haunstetten stabilisierte seine Defensive zusehends. Beim 19:20 durch die wiedererstarkte Chiara Joerss (37.Minute) rieben sich die sonst so leidgeplagten TSV-Anhänger erstmalig die Augen, sechs Minuten später war dann bereits der Ausgleich erzwungen (21:21). Schutterwald konnte hier letztmalig mit zwei Toren kontern, biss sich aber im letzten Viertel der Partie an der immer aufopferungsvollen Haunstetter Defensive komplett die Zähne aus. Riesenjubel bei den Anhängern und sichtliche Erleichterung bei den Verantwortlichen setzte sofort nach dem Schlusspfiff in der Halle ein. „Einen derartigen Heimauftritt haben sich unsere treuen Fans schon lange verdient,“ freute sich auch Kapitänin Daniela Knöpfle überschwänglich.

TSV: Albrecht, Spindler (Tor); Joerss (10/1), Hänsel (6), Merkle (5), Fischer (3), Irmler (2), Knöpfle, Driske, Lochbrunner (je 1), Jatta, Smotzek, Wonnenberg