D1 Spielbericht: TSV Ismaning – TSV Haunstetten
Zu viele Eigenfehler
Haunstetten muss Derby in Ismaning abgeben
(hv). Es hätte der nächste Schritt nach vorne werden sollen: Vor dem Drittliga-Derby der Frauen des TSV Haunstetten beim TSV Ismaning hatten sich die Gäste nach dem überzeugenden Heimauftritt gegen Schutterwald berechtigte Chancen auf weitere Punkte ausgerechnet, mussten aber am Ende mit 24:27 (7:11) eine weitere schmerzhafte Niederlage einstecken, die die Situation im Tabellenkeller noch einmal verschärft.
Gründe für den Misserfolg waren in der Isarena der Münchner Vorstädter schnell ausgemacht: bereits nach zehn Minuten hatte Haunstetten schon seinen fünften technischen Fehler produziert und sich damit in einer torarmen ersten Halbzeit selbst ins Hintertreffen gebracht. Fünfzehn weitere sollten im Rest der Patie folgen. Beide Teams stellten eine überragende Defensive, vorn war Ismaning einen Tick konsequenter im Abschluss. Die letzten sechs Minuten vor der Pause nutzen sie so auch vom 7:7 auf 11:7 zum ersten Richtungswechsel.
Haunstetten tat sich auch nach Wiederanpfiff immer schwerer Struktur und Sicherheit zu finden, und so kamen die Eiheimischen schnell zur möglichen Vorentscheidung (20:14, 48. Minute). Erst jetzt gelang es den Gästen die Fehlerquote etwas zu reduzieren und mit gesteigertem Engagement kam man tatsächlich wieder in Schlagdistanz: beim 21:23 vier Minuten vor Schluss wurde Ismaning sichtlich nervös, zwei vermeidbare Treffer der wendigen Kristina Krecken sorgten hier jedoch zum Leid der Rot-Weißen für den endgültigen Knock-Out. Patricia Link war nach Schlusspfiff entsprechend enttäuscht: „Sehr schade, dass wir unsere Performance der Vorwoche nicht bestätigen konnten. Torwart- und Defensivleistung waren völlig in Ordnung, im Spielaufbau haben wir allerdings fast gar keine Struktur gefunden.“
Nach einwöchiger Spielpause stehen gegen Wolfschlugen und Schozach/Bottwartal zwei Heimspiele in Folge an, und dabei ist der TSV fast schon gezwungen mindestens eins für sich zu entscheiden.
TSV: Albrecht, Spindler (Tor); Irmler, Merkle (5), Joerss (5/1), Hänsel (3), Fischer, Lochbrunner (je 2), Knöpfle, Driske (je 1), Smotzek, Wonnenberg, Jatta, Fimpel



