M1 Spielbericht: TSV Haunstetten – SV Anzing
Haunstetten erkämpft sich gegen Anzing einen Punkt
Hitzige Partie endet 29:29
Langsam kommt der TSV Haunstetten in der Regionalliga in Fahrt. Eine Woche nach dem überraschenden 29:27-Auswärtssieg beim HBC Nürnberg dürfen die Rot-Weißen auch vor heimischem Publikum einen Punktgewinn bejubeln. Gegen den SV Anzing heißt es am Ende 29:29.
Dabei hätte es sogar noch besser kommen können. Fünf Sekunden vor Spielende riss es die Zuschauer in der Albert-Loderer-Halle von den Sitzen, als Haunstettens Emil Paulik zum letzten Abschluss der Partie ansetzte. Er hatte die Chance, den starken Auftritt seiner Mannschaft mit dem Siegtreffer zu krönen, indem er das entscheidende 30:29 erzielte. Paulik entschied sich für das kurze Eck, am Torhüter vorbei – und traf den Pfosten.
Statt einem Last-Minute-Sieg gab es also nur ein Remis, und dennoch war die Resignation auf Haunstetter Seite nach der Schlusssirene schnell verflogen. Noch auf dem Spielfeld munterte Kreisläufer Luca Kofler seine Mitspieler auf: „Wir haben einen Punkt geholt, das ist gut.“ Dem stimmte später auch sein Vater und Trainer Christian Kofler zu: „Insgesamt ist das Ergebnis auf jeden Fall positiv zu bewerten, vor allem, wenn man sich den Spielverlauf ansieht.“
Schließlich sah es nach der ersten Halbzeit eher nach einer Heimniederlage aus, zur Pause lag der TSV Haunstetten mit 11:15 zurück. Insbesondere Anzings Sebastian Felber war von der Defensive der Gastgeber über die gesamte Partie kaum zu stoppen und trug sich neunmal in die Torschützenliste ein. Mit seinem Treffer zum 20:14 sorgte er in der 39. Minute auch für den zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Vorsprung seines Teams – der ab dann aber kontinuierlich zu schrumpfen begann. Eine knappe Viertelstunde später erzielte Daniel Schanz den 25:25-Ausgleich für die Hausherren, rund zweieinhalb Minuten vor Schluss war es erneut Schanz, der den TSV sogar mit 28:27 in Führung brachte.
Inzwischen hatten die Haunstetter Fans die Albert-Loderer-Halle längst in einen absoluten Hexenkessel verwandelt und peitschen ihr Team mit ohrenbetäubenden Trommelschlägen an. „Das war wirklich der Wahnsinn, vielen Dank an unsere Fans für diese großartige Stimmung“, schwärmte TSV-Coach Kofler von der Atmosphäre. „Das hat die Mannschaft nochmal entscheidend gepusht.“ Ein Sieg wäre dann aber wohl doch zu viel des Guten gewesen. Sebastian Felber erzielte in der letzten Spielminute das 29:29 und besiegelte damit gleichzeitig den Endstand.
Der TSV Haunstetten ist somit seit zwei Spielen ungeschlagen – zum ersten Mal in der laufenden Saison. Allerdings dürfte es schwierig werden, diese Serie weiterhin aufrechtzuerhalten, denn am kommenden Samstag (19:30) muss der TSV auswärts beim Tabellenvierten VfL Günzburg ran. Ein Derby, bei dem die Rot-Weißen als klarer Außenseiter antreten. Trainer Kofler freut sich trotzdem darauf: „Schwäbische Derbys sind immer ein Highlight für uns, man denke nur an die Duelle mit Friedberg in der vergangenen Saison. Die Günzburger sind ja ebenfalls für Ihre stimmungsvollen Heimspiele bekannt, und wir hoffen natürlich, dass uns auch einige Fans auswärts unterstützen werden.“
TSV: Feistle, Rothfischer (Tor); Pfänder (8/1), Schanz, Zießow (je 4), Manz, Horner (je 3), Kofler, Tuffentsammer, Paulik (je 2), Hartung (1), Mayer, Wiedmer, Vogl
Foto: Johannes Frick




