Jugend forscht beim TSV Haunstetten

Starker Auftritt beim Turnier in Allensbach

(hv). Knapp vier Wochen vor dem Saisonstart stand für die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten die schon traditionelle Standortbestimmung mit der Teilnahme am international besetzten Turnier des SV Allensbach auf dem Programm, und das Team von Neu-Trainer Michael Rothfischer schlug sich beim „Bezirkskasse Reichenau Cup“ mehr als achtbar.

Mit einer blutjungen Truppe, und einem Altersdurchschnitt knapp über 20 Jahren, war man am Samstagmorgen an den Bodensee gereist und hatte es gleich in der Auftaktpartie mit dem Bayerischen Ligarivalen TSV Ismaning zu tun. Nachdem man zu Beginn der Vorbereitung in einem Testspiel ziemlich chancenlos war, gelang es diesmal die Sache zu drehen und am Ende behielt man souverän mit 24:20 die Oberhand. Auch das zweite Gruppenspiel gegen den West-Drittligisten TSG Leihgestern verlief über weite Strecken nach Plan und man lag stetig mit zwei bis drei Treffern in Front. Erst eine Schwächephase im letzten Viertel begünstigte die 23:26-Niederlage, zumal auch die Bedingungen in der Halle mit fast subtropischen Bedingungen ihren Tribut forderten.

Am Sonntagmorgen ging es dann gegen den Zweitligisten HSG Freiburg, und nach grandioser erster Hälfte (9:11) war zwar am Ende ein deutliches 12:20 zu verkraften, wobei letztlich lediglich die bessere physische Verfassung den Ausschlag geben sollte.

Im Spiel um Platz fünf gegen den zweiten Bayern-Rivalen HCD Gröbenzell konnten die Rot-Weißen dann nochmal einen Zahn zulegen und gingen auch hochverdient mit 20:16 als Sieger vom Platz.

Trainer Rothfischer sah viele gute Ansätze und auch erhebliche Fortschritte in der Entwicklung, warnt aber gleichzeitig vor vorgezogener Euphorie: „Das muss sich alles noch um ein Vielfaches festigen.“

Viel Spielfreude entfachten sämtliche Nachwuchskräfte und mit Leni Goldbach, Elsa Wonnenberg und Maresa Lochbrunner lag die Spielgestaltung mehrfach in den Händen einer Kombination, die es zusammen gerade einmal auf 53 Lenze bringt. „Beim TSV Friedberg war in den Neunzigern mit Schweizer, Ebert und Vornehm mal ein „hundertjähriger Rückraum“ zugange. Da sieht man einmal in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt hat,“ erinnert sich Rothfischer, der jetzt neben drei ausstehenden Testspielen noch den 4. ProKapsogo Cup in eigener Halle am Samstag, den 29.August, als letzten Gradmesser vor sich hat.

Der TSV spielte mit: Kiara Spindler, Fiona Biret, Carlotta Friedrich (Tor); Lea Massinger, Vanessa Fimpel, Chiara Joerss, Sabrina Smoztek, Jasmin Reinelt, Elsa Wonnenberg, Maresa Lochbrunner, Leni Goldbach, Antonia Rappel, Lena Groll und Sophie Jatta