Wieder nicht belohnt

Haunstetten unterliegt in Erlangen trotz starker Leistung

(hv). Das Glück ist derzeit wahrlich nicht auf Seiten der Haunstetter Drittliga-Handballfrauen: bereits zum fünften Mal bot man gegen eine der Spitzenmannschaften eine ausgezeichnete Leistung und stand am Ende mit leeren Händen da. So auch am Samstagabend im Bayern-Derby beim HC Erlangen und einer extrem bitteren 28:31 (13:16)-Niederlage, bei der die Gastgeber erst in letzter Minute die Entscheidung herbeiführen konnten.

Haunstetten war gewillt sich für seinen schwächsten Saisonauftritt im Hinspiel (28:39) zu revanchieren, und das sollte den Schwaben über die gesamte Spielzeit auch eindrucksvoll gelingen. TSV-Trainer Mesch machte schon im Vorfeld die optimale Fokussierung seiner Schützlingen aus: „Man hat schon beim Aufwärmen in den Gesichtern gesehen, dass sie heute etwas reißen wollen.“

Die favorisierten Gastgeber hatten erwartungsgemäß nach zwanzig Minuten die Auseinandersetzung erstmalig deutlich an sich gerissen (12:8), aber der TSV ließ sich nicht abschütteln und war stetig auf Schlagdistanz. Selbst ein 15:20-Rückstand (34.) ließ die Köpfe hoch halten, ganz im Gegenteil: zehn Minuten später hatte man ohne Gegentreffer die Sache egalisiert und war bis eine Minute vor Spielende ganz nah am Punktgewinn (28:29). Doch während die Rot-Weißen ausgerechnet hier zwei glasklare Möglichkeiten ausließen, setzten die nervenstarken Erlanger ihrerseits eiskalt den Stich ins Haunstetter Handballherz. Udo Mesch war verständlicherweise extrem enttäuscht, zumal er diesmal seinen Schützlingen höchstes Lob zollte: „Das war ein grandioser Auftritt von uns, und da hätten wir mindestens einen Punkt verdient.“

Der „Abstiegskracher schlechthin“ steht nun am Samstag gegen den Lokalrivalen HCD Gröbenzell an (18 Uhr, AL-Halle). Für die Gäste ist es dabei wohl die allerletzte Chance die Klasse noch zu halten, und Haunstetten wäre bei einer Niederlage noch tiefer im Abstiegsstrudel. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Da geht es nicht um Glanzpunkte, sondern um welche auf der Habenseite,“ prognostiziert Mesch schon im Vorfeld.

TSV: Albrecht, Spindler (Tor); Fischer (5), Joerss (5/4), Dieterich (4), Merkle, Driske, Lochbrunner (je 3), Smotzek, Wonnenberg (je 2), Knöpfle (1), Hänsel