D1 Spielbericht: TSV Haunstetten – HCD Gröbenzell
Kein Spielglück mehr
Haunstetten muss auch das Derby gegen Gröbenzell abgeben
(hv). Den Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten scheint aktuell das Spielglück völlig abgekommen: die Rot-Weißen mussten auch die dritte Rückrundenpartie abgeben und unterlagen im Bayerischen Derby mit 28:29 (13:13) hauchdünn gegen den HCD Gröbenzell.
Viel ausgerechnet hatte sich der TSV nach dem staken Auftritt der Vorwoche in Erlangen, und vor 300 Besuchern in der gut gefüllten Albert-Loderer-Halle legte man auch gleich einen 2:0-Blitzstart hin. Das aktuelle Schlusslicht zeigte jedoch sofort, dass es sich noch lange nicht aufgegeben hat und konterte eine siebenminütige Torflaute der Gastgeber zum 2:3. Nach der letzten Haunstetter Führung im ersten Durchgang (4:3) kam immer mehr Sand ins Getriebe und Gröbenzell nutzte die sich häufenden technischen Fehler zur höchsten Differenz der Partie (4:8). Der TSV zeigte jetzt jedoch wieder kämpferisch und kam bis zum Seitenwechsel so auch zum hochverdienten Ausgleich. Die zweite Hälfte war durchgängig von wechselnden Führungen geprägt, bei denen es keinem Team gelang mehr als einen Treffer vorzulegen. Gästetrainer Andi Dittiger hatte hier schon lange auf den siebten Feldspieler gesetzt und stellte die Haunstetter Defensive damit vor arge Probleme. Immer wieder über die rechte Angriffsseite kamen die Münchner in aussichtsreiche Position und warfen unhaltbar ein. „Da hat uns schon etwas die Beinarbeit gefehlt oder wir konnten nicht richtig antizipieren,“ erklärte Haunstettens Coach Udo Mesch die Problematik. In der hochdramatischen Schlussphase schlug Gröbenzell beim 29:28-Siegtreffer erneut eiskalt zu, während der TSV in fast zwei Minuten Restspielzeit zu unpräzise agierte und auch die letzte Möglichkeit verstreichen ließ. Die Aufgaben werden nun nicht leichter: am Sonntag geht es zum Tabellenzweiten Friesenheim und eine Woche später zu Hause gegen das punktgleiche Schutterwald steht der nächste Abstiegskracher in eigener Halle an.
TSV: Spindler, Albrecht (Tor); Fischer (7), Joerss (7/5); Merkle (5), Driske (4), Dieterich, Lochbrunner (je 2), Smotzek (1), Massinger, Hänsel, Knöpfle, Wonnenberg




