wB: TSV Haunstetten – ESV 27 Regensburg 28:24 (17:15)
Spielerische Wiedergutmachung des Jungrudels
Nach der knappen Niederlage gegen Burlafingen hatte das Jungrudel mit dem ESV 27 Regensburg direkt die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. Die Oberpfälzerinnen waren mit einem deutlichen Auftaktsieg gegen das Nürnberger Land angereist und galten als starker Gegner.
Die Zuschauer mussten fast drei Minuten auf den ersten Treffer der Partie warten. Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Regensburg konnte durch sein schnelles Umschaltspiel zunächst immer wieder antworten und sich leicht absetzen (4:6, 6. Minute). Dabei wurde früh deutlich, wie gefährlich die Gäste über ihre erste Welle agieren. Sobald diese jedoch unterbunden wurde und die Haunstetterinnen ihre Abwehrformation gefunden hatten, gab es für Regensburg kaum noch ein Durchkommen.
In der 13. Minute gelang dem TSV der Ausgleich, ehe sich die Roten bis zur 20. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielten. Das veranlasste den Regensburger Trainer zu einer Auszeit. Auf der Haunstetter Bank herrschte dagegen große Zufriedenheit. Das Trainertrio Niebert, Spindler und Dietrich mahnte dennoch zur Konzentration und gab klare Anweisungen für die verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit.
Mit Erfolg: Zwar nutzte Regensburg die erste Chance nach der Auszeit, doch Haunstetten antwortete umgehend mit einem 3:0-Lauf. Die Gäste verkürzten bis zum Halbzeitpfiff noch einmal auf zwei Tore, konnten aber nicht verhindern, dass das Jungrudel mit einer verdienten 17:15-Führung in die Kabine ging.
Die starke erste Halbzeit ließ auch in der Pause kaum Anlass für größere Korrekturen. Bereits fünf Minuten vor Wiederbeginn waren die Haunstetterinnen zurück auf dem Feld und bereiteten sich mit lockeren Läufen auf die zweite Hälfte vor.
Dort knüpfte das Team nahtlos an die gute Leistung an. Ein weiterer 3:0-Lauf ließ den Vorsprung auf 20:15 anwachsen. Vor allem die Defensive präsentierte sich weiterhin äußerst stabil. Die Spielerinnen unterstützten sich gegenseitig hervorragend, und was dennoch auf das Tor kam, wurde häufig eine sichere Beute der Torhüterin.
Wie
so oft im Handball blieb eine kleine Schwächephase jedoch nicht aus. Ab der 40. Minute fehlte im Abschluss mehrfach das nötige Glück. Gleich dreimal hintereinander landete der Ball am Pfosten oder an der Latte. Sechs Minuten vor dem Ende schien das Momentum beim Spielstand von 25:23 kurzzeitig auf die Seite der Gäste zu kippen.
Doch das Jungrudel bewies Charakter. Im Angriff wurde wieder geduldig und konzentriert gespielt, der Ball lief sicher durch die Reihen und die Mitspielerinnen sorgten mit konsequenten Tiefenläufen für die nötigen Räume. Gleichzeitig stand die Abwehr wieder kompakt und ließ kaum noch Chancen zu. Kurz vor Schluss erhöhte Haunstetten auf 28:24 und brachte den verdienten Heimsieg souverän über die Zeit.
Am Ende stand eine reife Mannschaftsleistung. Mit hohem Tempo im Angriff und einer starken Defensive stellte das Jungrudel die Regensburgerinnen immer wieder vor große Probleme. Besonders bemerkenswert war die Breite des Kaders: Sobald bei einer Spielerin die Kräfte nachließen, konnte das Trainertrio problemlos wechseln, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. Jede Akteurin fügte sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein, was sich auch an der ausgeglichenen Torschützenliste widerspiegelte.
Neben der überzeugenden Abwehrleistung zeigte auch die Torhüterin eine hervorragende Partie und vereitelte mit zahlreichen Paraden immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten der Gäste. Ein verdienter Erfolg und eine gelungene Wiedergutmachung für das Jungrudel.
Es spielten: Romina Bär (Tor), Annika Braun (5), Frida Maria Neumann, Julia Erdt (5), Alexandra Sponagl, Alisa Knapp, Melissa Fetsch (6), Fiona Craney (2), Jasmin Xiao Lan Bergmann, Carla Flach (3), Sarah Braun (3), Riccarda Schmidl (2), Jule Hobl (2)




