D1 Spielbericht: TSV Haunstetten – TuS Schutterwald
Ein schwarzer Samstag für den TSV Haunstetten
Handballfrauen chancenlos gegen Schutterwald
(hv). Nichts wurde es mit einem ersten Befreiungsschlag für die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten: nach einer extrem zerfahrenen Auseinandersetzung musste man sich dem Tabellennachbarn TuS Schutterwald mit 27:35 (11:16) deutlich geschlagen geben und verpasste dadurch einen möglichen Sprung ins Mittelfeld.
Bezeichnend war eigentlich gleich der erste Angriff, als sich Maresa Lochbrunner mit einer famosen Einzelleistung durchtanken konnte und knapp am Außenpfosten scheiterte. Knapp zwei Dutzend weitere derartige Gelegenheiten ließ der TSV im weiteren Spielverlauf aus, während sich die Gäste in dieser Hinsicht gerade im ersten Viertel um ein Vieles konsequenter zeigten. Nach 16 Minuten waren die Hausherren beim 3:13 gnadenlos in ihre Schranken gezwungen, und keiner setzte mehr einen Pfifferling auf die Rot-Weißen. Trainer Rothfischer konnte mit zwei Auszeiten bis zur Pause wenigstens das Schlimmste verhindern und den Rückstand halbieren. Auch nach dem Seitenwechsel war Schutterwald sofort wieder dominant und hatte beim 18:27 schon fast wieder den alten Abstand hergestellt. Haunstettens Defensive bekam einfach keinen Zugriff auf die zweitligaerfahrenen Routiniers Nadja Kaufmann (12 Tore) und Nadine Czok (9), die immer wieder die richtigen Entscheidungen trafen und sich selbst überaus torhungrig zeigten. Co-Trainerin Sabrina Fischer brachte es auf den Punkt: „Die spielen mit uns Kasperl in der Schlucht.“
Sieben Minuten vor Spielende war beim 24:28 letztmals die Hoffnung zur Wende aufgekommen, welche der TuS allerdings mit einem 6:2-Zwischenspurt schnell wieder zunichte gemacht hatte. Coach Rothfischer haderte am Ende trotz der vielen Fahrkarten hauptsächlich mit der Abwehrarbeit, eigentlich dem Prunkstück seiner Schützlinge: „Obwohl unsere beiden Torhüterrinnen etliche Paraden zeigten, kassieren wir 35 Gegentore. Ich kann mir nicht erklären, was da heute los war.“
Weiter geht`s mit einer wieder enorm wichtigen Auswärtspartie bei der SG Kappelwindeck/Steinbach am kommenden Sonntag, Und hier wäre die nächste Möglichkeit sich etwas Luft zu verschaffen.
TSV: Spindler, Friedrich (Tor); Joerss (10/3), Jatta, Merkle (je 4), Goldbach (3), Rappel (2), Gossner, Knöpfle, Lochbrunner, Wonnenberg (je 1), Groll, Reinelt, Fimpel, Gilg
Foto: Sport in Augsburg




