Ein big point für Haunstetten

TSV-Handballerinnen siegen in Kappelwindeck und verschaffen sich Luft nach unten

(hv). Das Gastspiel der Haunstetter Drittliga-Frauen bei der SG Kappelwindeck/Steinbach war wieder einmal nichts für schwache Nerven: Mit 25:24 (13:9) behielten die Rot-Weißen letztendlich die Oberhand und konnten trotz einer nicht unbedingt souveränen Leistung den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf sechs Zähler vergrößern.

Überschaubar war das Niveau vor gerade einmal 187 Zusehern in der imposanten Sporthalle Bühl schon im ersten Durchgang, als beide Teams eher mit technischen Unzulänglichkeiten als mit sauberen Aktionen auftraten. Haunstetten hatte spielerisch zwar ein leichtes Plus zu verzeichnen, versäumte es allerdings bis zum Seitenwechsel den Vorsprung in entscheidende Bahnen zu steuern.

Der Start in die zweite Hälfte gehörte dann erst einmal dem TSV, der sich beim 18:12 (37. Minute) schon ein größeres Polster erarbeitet hatte. Haunstetten konnte diese Differenz trotz weiterhin vieler technischer Probleme bis zum 23:17 (48.) halten, ehe die Gastgeber, mit sogar ein wenig mehr Fahrkarten, noch einmal ihre restlichen Reserven in die Waagschale warfen. Mit weiterer Unterstützung durch unnötige Ballverluste oder leichtfertig vergebener Chancen war die SG kurz vor dem Ende beim 23:25 plötzlich wieder dran die Gelegenheit zu drehen. Kiara Spindler rettete jetzt mit zwei großartigen Paraden eine weitere Annäherung, die allerdings nach einer weiteren Nachlässigkeit des TSV doch noch zustande kam, zum Glück erst acht Sekunden vor Schluss.

TSV-Torjägerin Chiara Joerrs brachte es nach der Partie trotz ihrer Auszeichnung zur Spielerin des Spiels auf den Punkt: „ Wir müssen schön langsam etwas cleverer agieren. Und wenn Du eine Minute vor dem Ende mit zwei Toren führst, musst Du nicht versuchen das Spiel mit drei zu gewinnen.“ Die Floskel mit dem „guten Pferd“ wollte sie allerdings gar nicht bedienen: „Einer Jeden ist bewusst, dass dies keine Glanzleistung war, und Jede weiß auch, dass in den nächsten Partien gegen Erlangen und Allensbach viel, viel mehr investiert werden muss.“

TSV: Spindler, Friedrich (Tor); Joerss (8/3), Goldbach, Merkle, Wonnenberg (je 4), Rappel (2), Jatta, Knöpfle, Lochbrunner (je 1). Smotzek, Gossner, Gilg

Foto: Sport in Augsburg