M3 Spielbericht: TSV Neusäß – TSV Haunstetten 3
Haunstetten III zündet in Neusäß ein Feuerwerk zum Saisonhalloween!
TSV Neusäß – TSV Haunstetten III 25:32 (12:17)
Am Halloween-Abend war es nicht der TSV Neusäß, der sich vor Gespenstern fürchten musste, sondern vor einer Haunstetter Routiniers-Truppe, die vom Anpfiff weg hellwach war. Mit einem souveränen 32:25-Auswärtssieg nahm die dritte Herrenmannschaft des TSV Haunstetten die nächsten zwei Punkte in der Bezirksliga Schwaben mit nach Hause.
Ein Start nach Maß
Haunstetten erwischte einen Traumstart. David Ludwig eröffnete bereits nach 90 Sekunden den Torreigen, Sebastian Pieniack legte nach, und Ludwig erhöhte in der fünften Minute auf 0:3. Der Mann war offenbar mit klarem Auftrag angereist: früh Fakten schaffen. Bis zur zehnten Minute hatte er bereits drei Treffer auf dem Konto, die Gäste führten 3:7.
Auch Johannes Wiesner und Daniel Weimer trugen sich früh in die Torschützenliste ein, und Tim Biedermann stellte in der 18. Minute auf 5:10. Neusäß nahm daraufhin eine Auszeit, doch Haunstetten ließ sich nicht beirren und blieb konzentriert.
Der Chef und sein Energie-Management
Spielertrainer Ingo Herbeck hat sein Energie-Management inzwischen zur Perfektion entwickelt. Seine Erkenntnis: Der kürzeste Weg zum Tor führt über die Siebenmeterlinie. Mit maximaler Effizienz bei minimalem Laufweg übernahm er die Verantwortung vom Punkt und erzielte alle vier Treffer per Strafwurf. Moderne Trainingswissenschaft in ihrer reinsten Form.
Kurz vor der Pause hielt die Mannschaft den Vorsprung trotz mehrerer Zeitstrafen stabil. Daniel Weimer traf 29 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 11:17, mit 12:17 ging es in die Kabine.
Zwischenspurt zur Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Haunstetten nahtlos an. Ludwig, Herbeck und Wiesner bauten die Führung schnell auf 13:20 aus. Einen kleinen Dämpfer gab es in der 34. Minute: Tim Biedermann musste nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig Feierabend machen. Zwei Tore und reichlich Einsatz in der Abwehr hatte er bis dahin aber schon abgeliefert.
Die Mannschaft reagierte geschlossen. Daniel Weimer, Johannes Wiesner und Florian Streitmatter erzielten drei Tore in Folge zum 14:23 in der 38. Minute. Für Streitmatter war das der Startschuss: Wie ein guter Diesel brauchte er eine Halbzeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen, traf dann aber in der zweiten Hälfte gleich fünfmal.
Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hatte auch Torhüter Bernhard Kapfer, der mit einer starken Leistung zwischen den Pfosten überzeugte und seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt gab. Neusäß vergab im Spielverlauf zwei Siebenmeter.
Wichtig für die Breite des Kaders war zudem Felix Stenger. Er packte in der Abwehr mit an und verschaffte den Kollegen die nötigen Verschnaufpausen, damit die Mannschaft trotz der vielen Zeitstrafen bis zum Schluss frisch blieb.
Neusäß gibt nicht auf
Beim 17:27 in der 48. Minute lag Haunstetten mit zehn Toren vorne. Neusäß zeigte nun aber großen Kampfgeist, erzielte vier Treffer in Folge und verkürzte auf 21:27. Allen voran Alexander Hälbich, der mit acht Treffern bester Werfer der Gastgeber war, hielt sein Team im Spiel.
Haunstetten blieb jedoch ruhig. Florian Streitmatter und Johannes Wiesner stellten den Abstand wieder her, und in der Schlussphase übernahm Sebastian Pieniack: Er erzielte die letzten beiden Treffer der Partie und setzte sieben Sekunden vor dem Ende mit dem 25:32 den Schlusspunkt.
Ein Sieg des gesamten Teams
Erfolgreichste Werfer auf Haunstetter Seite waren David Ludwig und Johannes Wiesner mit jeweils sieben Treffern. Florian Streitmatter steuerte fünf Tore bei, Sebastian Pieniack und Ingo Herbeck trafen jeweils viermal, Daniel Weimer dreimal und Tim Biedermann zweimal. Bernhard Kapfer hielt hinten den Laden zusammen, und Felix Stenger sorgte für die Frische, die es bei acht Zeitstrafen braucht.
Ein Kompliment geht auch an den TSV Neusäß, der sich nie aufgegeben und bis zur letzten Minute gekämpft hat.
Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg, der auf einem starken Beginn, einer konsequenten ersten Hälfte und einer geschlossenen Mannschaftsleistung beruhte.
Süßes gab es an diesem Halloween-Abend also für Haunstetten, und zwar zwei Punkte!



