D1 Vorbericht: TSV Wolfschlugen – TSV Haunstetten
Die Fahrt ins Ungewisse startet
Haunstetter Handballerinnen müssen nach vielen Veränderungen gleich zum Titelkandidaten Wolfschlugen

(hv). Leicht wird`s heuer eh nicht für die Drittliga-Handballfrauen des TSV Haunstetten, und jetzt kommt auch noch gleich zum Saisonauftakt (Samstag, 19.30 Uhr) mit der ersten Partie bei einem der Topfavoriten, TSV Wolfschlugen, eine vom Papier her kaum zu lösende Aufgabe auf die Rot-Weißen zu.
Nach Trainerwechsel und der zwangsläufigen Umstrukturierung des praktisch halben Spielerkaders steht man in Haunstetten vor einer der größten Herausforderungen in seiner DHB-Geschichte. Der neue Coach hinter der Bande, Michael Rothfischer, ausgewiesener Fachmann seines Spezialgebietes, hat in seinem ersten Jahr im weiblichen Bereich zudem den „jüngsten Kader aller Zeiten“ zu koordinieren, und mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren ist man ligaweit wenigstens schon einmal in dieser Hinsicht unter den Top dreien. Rothfischer zeigt sich nach der schwierigen Trainersuche im Anschluss an den lange gefährdeten Klassenerhalt schon jetzt kämpferisch: „Vielleicht war ich nur die 1b-Lösung, aber das war Vincent Kompany beim FC Bayern zunächst auch.“

Der Verlauf der Vorbereitung gab ihm jedenfalls in vieler Hinsicht die ersten Bestätigungen: „Alle waren sofort im Flow, und wenn auch die ersten Testspiele nicht gerade Anlass zur Hoffnung ausstrahlten, haben wir uns in den restlichen Auftritten Schritt für Schritt steigern können.“ Einiges an Geduld wird der neue Cheftrainer voraussichtlich auch im Verlauf der Saison aufbringen müssen, zumal die einzigen Routiniers auf TSV-Seite, Daniela Knöpfle (29) und Mina Smotzek (28), als Kreisläufer nur bedingt Einfluss auf die Spielgestaltung nehmen können. Mannschaftsführerin Knöpfle ist mittlerweile die einzig noch Verbliebene des Haunstetter „Jahrhundert-Jahrgangs 1997“ und stellt sich trotz inzwischen mehrfach auftretender gesundheitlicher Probleme noch ein weiteres Jahr zur Verfügung. Michael Rothfischer sieht in dieser Konstellation sogar eine große Chance; „Wir sind gerade deshalb nur schwer auszurechnen. Und, wenn wir auch mit Sicherheit mehrfach verzweifelt sein werden, dürfen wir niemals die Hoffnung verlieren.“

Bilder: Sport in Augsburg



