Katerstimmung am Sonntagmorgen

A-Mädels kommen gegen Ottobeuren nicht über ein Remis hinaus

Ziemlich schwer zu gestalten war das letzte Heimspiel für unsere A-Jugend weiblich gegen den TSV Ottobeuren: trotz sichtbarer Feldüberlegenheit reichte es gegen die Allgäuer am Ende beim 30:30 (13:11) nur zu einem Zähler, was die Stimmung doch etwas trübte.

Haunstetten hatte schon in der Anfangsphase Probleme in die Partie zu gelangen, zumal die frech aufspielenden Gäste auch keinerlei Angst vor dem Spitzenreiter zeigten. Während der TSV sich in der Offensive mehrere leichte Ballverluste leistete, tänzelten die Ottobeurer leichtfüßig an ihren Gegenspielern vorbei und zirkelten das Gerät locker in die Maschen. Zudem ließen die SR allerhöchstens drei Schritte zu, was viele unserer zweikampferprobten Angreifer oft aus dem Konzept brachte.

Nach Wiederanpfiff schien der TSV zunächst die Kontrolle zu bekommen. Der erste Vier-Tore-Vorsprung (17:13, 37.Minute) konnte bis zum 28:24 (54.) gehalten werden, allerdings verpasste man immer wieder eine noch bessere Distanz. Wenn weder Außen- noch Mittelspieler anspielbar waren, zog man es hier vor entweder den Ball an den Fuß des eigenen Kreisläufers zu bugsieren oder warf ihn sicherheitshalber gleich auf die Tribüne. Die Nerven flatterten somit in der Schlußphase gewaltig und Ottobeuren schlug hier in Klapperschlangen-Manier unbarmherzig zu. Der 30:30-Ausgleich fiel eine Minute vor dem Ende und die Gastgeber brachten es sogar fertig den Allgäuern noch einmal den Ball zuzuschussern. Ein direkter Freiwurf nach Schlußpfiff verfehlte dann nur knapp das Gehäuse, hinterließ jedoch trotzdem viele enttäuschte Gesichter.

Allgemeines Zittern ist jetzt schon angesagt, wenn man zum Endspiel beim Tabellenzweiten Palzing muss (Samstag, 21.03.). Eine ähnlich miserable Defensivleistung plus Harzverbot könnte dort dazu führen, dass die Freisinger die Rot-Weißen noch überflügeln können.

TSV: Baumert, Müller I. (Tor); Massinger (11/2), Hornyik (6/1), Kunz (4/2), Erdle, Fetsch, Stapelfeld (je 2), Stadler, Weis, Stapelfeld (je 1), Ahn, Wolff, Müller D., Dombrowska, Premovic

Foto: Johannes Frick