Haunstetten holt die ersten Punkte

Große Erleichterung nach Heimsieg gegen Hassloch

(hv). Riesengroß war die Erleichterung bei sämtlichen Verantwortlichen des TSV Haunstetten am Samstagabend kurz vor halb acht: Soeben hatten die Drittliga-Frauen nach sechzig Minuten zähen Ringens die TSG Hassloch mit 26:19 (11:9) bezwungen und damit auch die ersehnten ersten beiden Punkte eingefahren.

Die Nervosität auf beiden Seiten war von Beginn an spürbar, zumal sowohl der TSV als auch die TSG ihre Auftaktspiele verloren hatten. Starke Abwehrleistungen und zwei hervorragende Torhüterinnen sorgten zudem dafür, dass nach 17 Minuten lediglich ein 5:5 auf der neuen Anzeigentafel zu sehen war, und die rund 300 Besucher stellten sich schon auf eine rekord-torarme Auseinandersetzung ein. Haunstetten brachte den Aufsteiger zwar immer in „Zeitspiel-Gefahr“, konnte aber nach den zumeist viel zu überhasteten Offensiv-Aktionen kein richtiges Kapital daraus schlagen. Zur Pause stand es nach einem Gewaltwurf von Sina Gossner dadurch auch denkbar knapp, und der in Folge immer mutiger agierende Aufsteiger ließ sich zunächst auch im zweiten Durchgang nicht distanzieren (16:14, 44. Minute). Kiara Spindler auf Haunstetter Seite war bis dato im TSV-Gehäuse mehrfach der „Sturm in der Brandung“ und bei der HSG überragte auch deren Torfrau Medina Martinovic nicht nur größenmäßig. Erst als es den Einheimischen ab dem 19:17 gelang ihre Abschlußquote zu verbessern, konnten die TSV-Akteure die latenten Blockaden abwerfen. Mit fünf sehenswert herausgespielten Treffern in Serie war drei Minuten vor Spielende der Grundstein zum ersten Saisonsieg gelegt, und nach dem erlösenden Schlusspfiff fielen sich die Haunstetterinnen sichtlich erleichtert in die Arme.

Trainer Michael Rothfischer schlug in seiner Analyse in die selbe Kerbe: „Wir benötigten extrem viel Geduld und über weite Strecken war es reine Nervensache.“ Nächsten Samstag, in einem weiteren Heimspiel gegen Titelkandidat Friesenheim, werden die Rot-Weißen mit Sicherheit gezwungen sein ihre Offensive um einiges zwingender zu gestalten.

TSV: Spindler, Birett (Tor); Joerss (7/2), Rappel (5), Merkle (4/1), Smotzek (3), Gossner, Goldbach (je 2), Jatta, Gilg, Wonnenberg (je 1), Reinelt, Fimpel, Knöpfle, Lochbrunner, Groll