wB Turnierbericht: Regionalliga-Qualifikation – Runde 1
Der erste Schritt ist geschafft!
Unsere weibliche B-Jugend ist mit viel Herz und Teamgeist in die Regionalliga-Qualifikation 2026 gestartet – mit dem Ziel, sich erneut einen Platz in der höchsten bayerischen Spielklasse zu erarbeiten. In Runde 1 wartete in München eine sehr ausgeglichene Gruppe mit HT München, dem TSV München-Allach und dem FC Burlafingen – drei Spiele an einem Tag, drei unterschiedliche Aufgaben, ein Anspruch: als Mannschaft zusammenstehen.
Schon auf der Fahrt nach München war die Nervosität zu spüren: Es war ungewohnt still im Bus. Kein lautes Durcheinander – stattdessen gespannte Vorfreude.
Spiel 1: TSV Haunstetten – FC Burlafingen 17:17
Gleich zum Auftakt ging es gegen den FC Burlafingen – ein Gegner, gegen den es in den vergangenen Jahren immer enge, umkämpfte Partien gab. Und auch diesmal wurde es ein echter Krimi. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erspielte sich Haunstetten mit geduldigem Angriffsspiel und sauberem Zusammenspiel in der 13. Minute erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung (8:5). Burlafingen blieb jedoch mit einer stabilen Abwehr dran und verkürzte noch vor der Pause. 
Nach dem Seitenwechsel setzte unser Team zunächst ein Ausrufezeichen und stellte schnell wieder auf +3. Dann folgte eine Phase, in der es schwerer wurde, zu klaren Abschlüssen zu kommen – Burlafingen nutzte das und drehte die Partie. Als der Gegner in Führung ging, brachte eine Auszeit die nötige Ruhe zurück. Und genau das war die große Stärke dieses Spiels: Selbst beim Zwei-Tore-Rückstand kurz vor Schluss blieb die Mannschaft geschlossen, verteidigte kompakt und wartete im Angriff geduldig auf ihre Chancen. Belohnt wurde das mit dem verdienten 17:17.
Spiel 2: TSV München-Allach – TSV Haunstetten 16:20
Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht – direkt im nächsten Spiel wartete der TSV München-Allach mit einem ganz anderen Stil: weniger körperbetont, dafür schnell und konsequent im Umschalten. Haunstetten nahm den Schwung aus dem Auftaktspiel mit und startete hochkonzentriert. In der 9. Minute stand ein 8:4 auf der Anzeigetafel – und dieser Vorsprung gab Sicherheit.
Was besondere Freude machte: Die Mannschaft blieb auch bei Wechseln im Rhythmus. Das Trainerteam steuerte die Belastung und jede Spielerin fügte sich nahtlos ein. So konnte Haunstetten nicht nur das Tempo mitgehen, sondern in den entscheidenden Momenten immer wieder Antworten finden – vor allem in der Offensive mit viel Bewegung. Am Ende stand ein 20:16-Sieg auf er Anzeigetafel –somit waren drei wichtige Punkte auf dem Konto.
Nach zwei Spielen Pause war klar: Jetzt wartet das Duell mit den Gastgeberinnen. In der Kabine kam noch einmal alles zusammen – Fokus und der Wille, sich die bestmögliche Ausgangslage für Runde 2 zu erarbeiten: „Noch einmal alles reinwerfen – zusammen!“
Spiel 3: HT München – TSV Haunstetten 17:17
Das letzte Spiel hatte noch mal alles: Tempo, Spannung – und auf beiden Seiten eine Portion Nervosität. Es blieben viele freie Würfe liegen, niemand konnte sich früh entscheidend absetzen. Haunstetten hielt jedoch über weite Strecken eine knappe Führung, vor allem, weil im Angriff immer wieder Lösungen gefunden wurden – nicht durch Einzelaktionen, sondern durch ein einstudierte Spielzüge.
Vier Minuten vor Schluss schien die Führung beim 16:12 schon komfortabel. Doch die Gastgeberinnen warfen noch einmal alles in die Waagschale, und Haunstetten musste bis zur letzten Sekunde kämpfen. Der Ausgleich zum 17:17 fiel ganz am Ende – Auswirkungen hatte das nicht mehr.
Neben der Freude über einen starken Turniertag gab es einen weiteren emotionalen Moment: Nach dem Turnier wurde eine Trainerin aus dem Team verabschiedet. Marie Prokop kehrt in ihre Heimat zurück und kann die Mannschaft künftig leider nicht weiter begleiten. Danke für deinen Einsatz und die vielen gemeinsamen Schritte – für deinen weiteren Weg wünschen wir dir nur das Beste!
Fazit
Drei Spiele, zwei Unentschieden, ein Sieg – und vor allem: keine Niederlage. Entscheidend war dabei nicht eine einzelne Aktion, sondern die Breite im Kader und das gemeinsame Auftreten: geduldige Angriffe und spürbar weniger technische Fehler als noch in der Vergangenheit. Unter den 20 besten Torschützen waren 8 Haunstetterinnen. Ein Auftritt, der Mut macht – und Lust auf mehr!
Viel Zeit zum Feiern bleibt aber nicht: Schon jetzt richtet sich der Blick nach vorn. Im Training wird das Team die nächsten Schritte gehen, an Details feilen und die positiven Erkenntnisse mitnehmen.
Kader: Romina Bär, Annika Braun, Sarah Braun, Fiona Craney, Julia Erdt, Emma Wirth, Melissa Fetsch, Carla Flach, Jule Hobl, Xiao Lan Bergmann, Alisa Knapp, Beyza Özata, Riccarda Schmidl, Wilma Stapelfeld.





