M1 Spielbericht: SG Regensburg – TSV Haunstetten
Chancenlos gegen den Spitzenreiter
Haunstetten kassiert 21:42-Niederlage in Regensburg
Es gibt Handballspiele, die sind an Spannung nicht zu überbieten. Spiele mit zwei ebenbürtigen Kontrahenten, die sich bis zur letzten Sekunde einen unerbittlichen Kampf um zwei Punkte liefern. Und dann gibt es Handballspiele wie das des TSV Haunstetten am vergangenen Samstag: Eine Mannschaft, die schon im Vornherein als haushoher Favorit gehandelt wird, dominiert ihren Gegner von Beginn an, entscheidet die Partie, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat, und fährt am Ende einen ebenso verdienten wie ungefährdeten Sieg ein. Im Grunde wäre damit zum Duell des TSV Haunstetten mit der SG Regensburg in einem Satz alles gesagt.
Nach einer Viertelstunde führte der Spitzenreiter und Aufstiegsaspirant Regensburg bereits mit 13:2. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Haunstetten zumindest etwas besser ins Spiel und nahm somit nur einen 7:18-Rückstand mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gastgeber, die in der laufenden Regionalligasaison im Schnitt 36 Tore pro Spiel erzielten, allerdings weiter in Trefferlaune und bauten ihre Führung bis zum überdeutlichen 42:21-Endstand aus.
„Dem Ergebnis würde ich heute keinen allzu hohen Stellenwert beimessen – in Regensburg haben schon ganz andere Mannschaften verloren. Aber wenn man sich unsere Laufwege und Absprachefehler anschaut, bin ich auch insgesamt nicht zufrieden mit dem heutigen Auftritt“, ordnete TSV-Coach Christian Kofler die Niederlage seiner Schützlinge ein.
Bei noch drei verbleibenden Spielen in der Regionalliga rangiert der TSV als Tabellendrittletzter weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Gegenüber Mitaufsteiger und Tabellennachbar HBC Nürnberg liegen die Rot-Weißen zwei Punkte zurück. Trainer Kofler bleibt jedoch optimistisch: „Nach der Hinrunde hatten wir nur zwei Punkte auf dem Konto. Wer hatte damals gedacht, dass wir jetzt überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben? Der Druck liegt definitiv bei den anderen Mannschaften.“
Eine davon ist der TSV Lohr, der sich am kommenden Samstag (18 Uhr) mit einem Sieg gegen Haunstetten von allen Abstiegssorgen befreien könnte. Die „Lohrer Füchse“ gewannen zuletzt mit 30:17 gegen den TSV Rothenburg und haben sich nun drei „Matchbälle“ um den Klassenerhalt erspielt. Das Hinspiel in Lohr ging mit 35:21 deutlich an die Unterfranken, mit den Haunstetter Fans im Rücken wollen die Rot-Weißen am Wochenende ein anderes Gesicht zeigen.
Aufgrund von Sanierungsarbeiten findet die Partie jedoch nicht wie gewohnt in der Haunstetter Albert-Loderer-Halle, sondern in der Willi-Oppenländer-Halle in Königsbrunn statt. „Wir sind sehr dankbar für diese Ausweichmöglichkeit und hoffen natürlich, dass die ungewohnte Spielstätte der Unterstützung unserer Fans keinen Abbruch tut“, sagt Christian Kofler.
TSV: Rothfischer, Feistle (Tor); Mayer (6), Manz, Hartung (je 3), Pfänder (3/2), Tuffentsammer, Zießow (je 2), Schanz, Vogl (je 1), Kofler, Wiedmer, Frick M., Frick L., Paulik, Horner
Foto: Johannes Frick




