M1 Spielbericht: TSV Haunstetten – TSV Rothenburg
Haunstetten gewinnt und steigt trotzdem ab
32:23-Sieg gegen Rothenburg reicht nicht zum Klassenerhalt
Es ist besiegelt. Nur ein Jahr nach dem sensationellen Aufstieg in die Regionalliga müssen die Handballer des TSV Haunstetten den Gang zurück in die fünftklassige Oberliga antreten. Daran konnte auch der bis dato höchste Saisonsieg gegen den TSV Rothenburg nichts mehr ändern. Da Konkurrent Nürnberg parallel gegen die DJK Waldbüttelbrunn gewann, sind die Rot-Weißen am vorletzten Spieltag rechnerisch abgestiegen.
Dabei zeigte sich der TSV am Samstagabend noch einmal richtig regionallligareif. Gegen die Rothenburger, für die es tabellarisch spürbar um nichts mehr ging, war Haunstetten in der Ausweichhalle in Königsbrunn von Beginn an die bessere Mannschaft. Nach eineinhalb Minuten erzielten die Gastgeber mit dem 1:0 ihre erste Führung, die sie bis zum Spielende nicht mehr aus der Hand gaben. Nicht einmal der zwischenzeitliche Ausgleich wollte den Gästen gelingen, mit 17:14 aus Haunstetter Sicht ging es in die Pause.
Auch die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, einzig Rothenburgs Kreisläufer Daniel Laugner, der insgesamt elfmal einnetzte, bekamen die Rot-Weißen nie wirklich in den Griff. Davon abgesehen überzeugte der TSV jedoch auf ganzer Linie und gewann die Partie verdient mit 32:23. Herausragend war wie so oft Torhüter Nico Feistle, der nicht nur drei Siebenmeter, sondern auch reihenweise freie Würfe entschärfte und seine Leistung mit einem eigenen Tor krönte.
Nach der Schlusssirene kam es allerdings nur zu verhaltenem Jubel, den schnell folgte der Blick auf die Partie des Konkurrenten. Der HBC Nürnberg durfte nicht beim Vorletzten Waldbüttelbrunn gewinnen, wenn Haunstetten noch eine Chance auf den Klassenerhalt wahren wollte. Zwischenzeitlich sah es in Unterfranken tatsächlich nach einer Überraschung aus, letztendlich konnte sich Nürnberg aber mit 34:29 durchsetzen. Der TSV hat mit 15 Punkten nun zwei Zähler weniger auf dem Konto und kann am letzten Spieltag noch gleichziehen. Da der HBC den direkten Vergleich allerdings für sich entschieden hat, kann der Mitaufsteiger nicht mehr überholt werden – Haunstetten ist also abgestiegen.
Die Partie beim Tabellenzweiten HaSpo Bayreuth am kommenden Samstag (16:30) hat somit keine tabellarische Bedeutung mehr und dürfte sportlich eine enorm schwere Aufgabe für den TSV werden. Dennoch gilt es für die Haunstetter, sich mit Würde aus der Liga zu verabschieden, in der sie so gerne geblieben wären. Trainer Christian Kofler blickt trotz des verpassten Klassenerhalts mit einem lachenden Auge auf die vergangenen Wochen zurück. Nach nur zwei Punkten aus den ersten 13 Saisonspielen belegt der TSV derzeit Platz sechs der Rückrundentabelle. Kofler sagt: „Wichtig ist, dass wir aus den Rückschlägen, die wir in der Hinrunde erhalten haben, unsere Lehren gezogen haben. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, in dieser Regionalliga zu spielen.“
TSV: Rothfischer (Tor), Feistle (Tor, 1); Paulik (7), Vogl (6), Manz, Schanz, Pfänder, Hartung (je 3), Zießow (3/1), Kofler (2), Horner (1), Wiedmer, Tuffentsammer, Frick
Foto: Sport in Augsburg




