Unser Jungrudel bleibt weiter ungeschlagen!

Die zweite Quali-Runde führte unser Team nach München. In der starken Fünfergruppe musste unsere wB mindestens Platz drei erreichen, um in die nächste Runde einzuziehen – und die Gegner hatten es in sich. Gegen Laim und Gröbenzell spielte man bereits in der vergangenen Regionalligasaison und konnte sich dort in vier Spielen nur einmal durchsetzen. Gilching kennt man aus engen Duellen vor drei Jahren, während der HC Forchheim ein völlig unbekannter Gegner war.

Doch unser Jungrudel war bereit: kämpfen, zusammenstehen und sich eine gute Ausgangslage für die dritte Runde sichern.

TSV Gilching – TSV Haunstetten

Vor drei Jahren gab es zum Abschluss der Saison das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen die Gilchingerinnen, welches Haunstetten für sich entscheiden konnte. Es waren damals enge Spiele auf Augenhöhe. Allerdings haben sich unsere Mädels stark weiterentwickelt und sehr viel dazugelernt. Individuell und als Mannschaft.

Unsere Mädels haben unbekümmert gestartet und verhältnismäßig wenige technische Fehler gemacht. Über 3:1 setzte sich das Team bis zur Halbzeit auf 9:3 ab – getragen von einer starken Abwehr, die kleine Fehler im Angriff ausbügelte. Der komfortable Vorsprung gab dem Trainerteam Anja Niebert, Somma Dietrich und Carsten Ronis die Möglichkeit, Kräfte zu schonen und allen Spielerinnen wertvolle Einsatzzeit zu geben. Neun Torschützinnen unterstreichen die Ausgeglichenheit des Teams, auf die sich die gegnerischen Trainer nur schwer einstellen konnten. Mit einem klaren 16:7 gelang ein perfekter Start in den Tag. Trotzdem war das Trainerteam sicher: „Wir brauchen eine Steigerung – die nächsten Spiele werden schwieriger.“

TSV Haunstetten – HC Forchheim

Die Einschätzung hat sich bewahrheitet. Die Forchheimerinnen haben sehr diszipliniert in der Abwehr gespielt und mit langen Angriffen geduldig gewartet, bis sich eine Chance ergeben hat. Diese haben sie dann oft genutzt. Nach 2,5 Minuten fiel das erste Tor, und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Das Jungrudel aus Haunstetten hat vorgelegt und das Team aus Franken hat nachgezogen. Mit einem 11:11 ging es in die Kabine. Klare Worte gab es an das Team: „Mehr Konzentration in der Abwehr bis zum Ballgewinn, mehr Struktur im Angriff und wieder als Team agieren“, appellierte Anja Niebert an das Team.

Mit einem 5:1-Lauf ist dann Haunstetten in die zweite Halbezeit und führte fünf Minuten vor Schluss 12:8. Entspannt zurücklehnen konnten sich unsere Trainer allerdings nicht. Forchheim kam noch einmal heran. Erst ein geduldig ausgespielter letzter Angriff brachte den 14:12‑Endstand.

Zweites Spiel, zweiter Sieg – alles im Soll.

HCD Gröbenzell – TSV Haunstetten

Gegen den HCD Gröbenzell erwischte das Team einen klassischen Fehlstart: 0:3 nach drei Minuten. Bei der kurzen Spielzeit ist das schon kritisch und unsere Trainer haben sofort die Auszeit genommen (3. Minute) um den Lauf der Gröbenzellerinnen zu stoppen und unsere Mannschaft aufzuwecken.

Sie haben die richtigen Worte gefunden, zwar haben sich manche Unkonzentriertheiten, vor allem im Angriff, eingeschlichen. Das spielte jedoch aufgrund eine starken Abwehrleitung keine große Rolle. Am Ende stand ein 9:6 für Haunstetten auf der Anzeigetafel.

Damit war klar: Es kommt zum Endspiel um den Gruppensieg.

TSV Haunstetten – SV München-Laim

Für den Gruppensieg war eine Leistungssteigerung nötig – und das Team wollte diesen Sieg unbedingt. Die Motivation war so groß, dass es beim Warmmachen sogar zu einem kleinen Zusammenstoß mit Nasenbluten kam. Im Spiel selbst holte sich das Jungrudel jedoch keine blutige Nase. Ein Gruppensieg bringt hoffentlich einen kleinen Vorteil in der nächsten Runde.

Laim stellte früh auf Einzelmanndeckung um, was zu einem erneuten  Fehlstart führte. Doch nach einer schnellen Auszeit fand das Team zurück zu seiner größten Stärke: geschlossene Mannschaftsleistung.

Keine Einzelspielerin stand im Mittelpunkt – alle übernehmen Verantwortung. Das Spiel ist nicht auf eine Spielerin zugeschnitten, sondern alle bringen sich ein und kämpfen füreinander.

Der frühe Rückstand (1:3) wurde bis zur 9. Minute ausgeglichen (7:7). In der 16. Minute ging Haunstetten erstmals in Führung – und gab diese nicht mehr her. Die Abwehr kämpfte um jeden Ball, im Angriff belohnte sich das Team mit wichtigen Treffern. Mit dem 16:14 kurz vor Schluss war die Entscheidung gefallen.

Erleichtert, glücklich und erschöpft stand das Jungrudel am Ende ganz oben in der Tabelle.

Der zweite Schritt ist geschafft! Jetzt fehlt noch ein weiterer – hoffentlich die letzte Runde – zur Qualifikation für die Regionalliga 2026/27.

Die dritte Runde wird anspruchsvoll, doch unser Team hat gezeigt, dass es sich vor niemandem verstecken muss. Wann es weitergeht, steht noch nicht fest. Aber eines ist sicher:

Unser Jungrudel ist bereit!

 

Es spielten: Romina Bär (Tor), Annika Braun, Frida Maria Neumann, Julia Erdt, Alisa Knapp, Wilma Stapelfeld, Riccarda Schmidl, Beyza Özata, Fiona Craney, Melissa Fetsch, Carla Flach, Sarah Braun, Jasmin Xiao Lan Bergmann